Das Archiv – ein Bilderbuch für Blinde
Neuerscheinung
Der Roman Das Archiv – ein Bilderbuch für Blinde erscheint im September 2025.
Klappentext:
Die Geschichte eines von Bildern besessenen Mannes, eines leidenschaftlichen Sammlers von Bildern. Und eine Liebesgeschichte. Dieser Mann verliebt sich – in eine blinde Frau. Sie ist die Einzige, die versteht, was Bilder ihm bedeuten.
Der Mann ist Einzelgänger, ein Sonderling von Kindheit an. Er wächst auf in einem Metzgerhaushalt im Ruhrgebiet. Bilder, Literatur, Kultur haben in seinem Elternhaus keinen Wert. Früh schon entwickelt er den Plan, ein umfangreiches Archiv der Bilder anzulegen. Verbissen verfolgt er die Idee. Er braucht Platz für die Bilder, er findet ihn. Die Strecken unter dem Weltkulturerbe Zollverein, Schacht XII, sind nur der Anfang. Es gibt so viel mehr Schächte, Grubenbauten unter Tage, Orte, Querschläge im Revier, alle untereinander verbunden.
Familienalben, Posts in sozialen Netzwerken, Bilder unter der Haut, Briefmarken, Glanzbilderbogen, Höhlenmalerei, Bildikonen im Kopf. Er sammelt alle Bilder. Das Archiv unter Zollverein wächst. Sein Archiv wächst.
Seine Kraft schöpft er aus der Beziehung zu der Blinden.
Aus dem Text: »Es wird ein Kind gegeben haben, einen Jungen. Für den Jungen werden Bilder alles gewesen sein. Es wird ausführlich erzählt worden sein, über seine Kindheit, über all das, was ihn hat werden lassen zu dem, was er schließlich wurde.
Es werden Berichte aufgezeichnet worden sein, die so unmöglich und absurd klangen, daß die Menschen, die sie gelesen haben, gesagt haben werden: Das kann nicht sein. Das hat sich einer ausgedacht, einer, der nicht ganz richtig sein kann im Kopf.
Aber alles, was erzählt wurde, alle Geschichten, alle Berichte sind wahr und werden wahr gewesen sein.«
322 Seiten, mit Abbildungen, Lesebändchen, Verkaufspreis: 28,-
2025 Hummelshain Verlag, Essen, ISBN: 978-3-910971-31-8
»Ich denke an seinen letzten Satz, den er mir mit auf den Weg gab für meine Heimfahrt. »Ich bin oft ein bisschen seltsam, das ist ein Kampf in meinem Inneren: Körper gegen Geist. Wäre ich gesund, wäre ich ein Gigant.«
»… immer wieder habe ich versucht, zu erklären, daß nur in einer Metzgerei eine Sammlung aller Bilder der Welt angelegt werden kann. Nur in einer Wurstküche erlangt man die Fähigkeit, die verschiedenen Ingredienzien in den richtigen Anteilen zu mischen und so in einen Darm zu füllen, daß Muskelfleisch, Speck, Blut, Innereien, Salz und Gewürze schließlich durch Kochen oder Trocknen mit oder ohne zusätzlichem Räuchern konserviert werden können. Ein Bilder-Archiv wie in unserem Institut ist ohne Fleischwolf, Wurstkessel und Kutter nicht denkbar. Was soll daran verrückt sein?«





