Küchenritual, Strickschal, Insekten-Objekte und ein Bilderbuch
Offene Ateliers in Essen: Kunstspur
19./20. September 2026 von 14 – 19 Uhr
Veronika Maruhn, Matthias Schamp, Mira Schumann zu Gast bei khm
In der Performance von Veronika Maruhn Ritual des Gewöhnlichen verwandelt sich eine Küche in einen Resonanzraum für Erinnerungen, Arbeit, Widerstand und Fürsorge. Es geht um Zwiebeln und um alles. Mit realen Küchengeräuschen, Düften, Essen und fragmentierten Texten entsteht eine dichte, intime Performance, die alltägliche Handlungen in einem neuen Licht erscheinen lassen will. Eine Hommage an unbeachtete Gesten.
Ein leises Denkmal für das scheinbar Nebensächliche.
LICHTENBERG-CONNECTED / für Uwe
Matthias Schamp:
Mein Freund Uwe, Kurator der Lichtenberg Studios, findet meinen Strickschal scheußlich. O-Ton: „Ich würde niemals so rumlaufen. Aber selbst wenn ich auf die Idee käme – meine Freundin würde sich schlichtweg weigern, mit mir auszugehen.“ Das brachte mich auf die Idee zu LICHTENBERG-CONNECTED: Mittels Schal gehe ich eine innige Verbindung mit ausgewählten Objekten im Berliner Bezirk Lichtenberg ein. Es sind Brückenschläge, die mich mit dem urbanen Environment im wahrsten
Sinne des Wortes verknüpfen. Das Projekt bildet den
Abschluss meiner Residency in den Studios. Meine
Intention ist es, Uwe und der Welt vor Augen zu führen, wie gut mir und Lichtenberg der Schal zu Gesicht steht.
Voila!
Mira Schumann, Wandobjekte Insekten
khm: Das Archiv – ein Bilderbuch für Blinde, Roman
Die Geschichte eines von Bildern besessenen Mannes, eines leidenschaftlichen Sammlers von Bildern. Und eine Liebesgeschichte. Dieser Mann verliebt sich – in eine blinde Frau. Sie ist die Einzige, die versteht, was Bilder ihm bedeuten.
Aus dem Text: »Es wird ein Kind gegeben haben, einen Jungen. Für den Jungen werden Bilder alles gewesen sein. Es wird ausführlich erzählt worden sein, über seine Kindheit, über all das, was ihn hat werden lassen zu dem, was er schließlich wurde. Es werden Berichte aufgezeichnet worden sein, die so unmöglich und absurd klangen, daß die Menschen, die sie gelesen haben, gesagt haben werden: Das kann nicht sein. Das hat sich einer ausgedacht, einer, der nicht ganz richtig sein kann im Kopf. Aber alles, was erzählt wurde, alle Geschichten, alle Berichte sind wahr und werden wahr gewesen sein.«
Und auch am zweiten Tag, der regnerisch war, kamen etliche Besucher.













